Bereits im letzten Jahr hat der angeschlagene Autozulieferer Karmann und der Energiekonzern EWE ihr gemeinsam entwickeltes Elektroauto E3 präsentiert. Bis vor wenigen Jahren war das traditionsreiche Unternehmen der größte Cabrio-Hersteller Europas; im vergangenen Jahr wurde Insolvenz gemeldet. Allerdings könnte jetzt die erst vor Kurzem gegründete Tochter “Karmann E-Mobil GmbH” die Zukunft des Zulieferers sichern. Neben der erfolgreichen Entwicklung und dem Bau des E3 arbeiten die Ingenieure bereits an einem Elektrokleintransporter, der im nächsten Jahr erstmals getestet werden soll.
Angetrieben wird die Steilhecklimousine von einem 37 Kilowatt starkem Synchronmotor, der für kurze Zeit, zum Beispiel beim Anfahren, bis zu 57 kW leisten soll. Der Innenraum des E3 bietet Platz für vier Personen.
Laut Karmann ist die Batterie des E3 nach 8 Stunden Ladezeit an der Steckdose, vollgeladen. Mit einer vollen Batteriefüllung können bei einer Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometer, Strecken von rund 200 Kilometern zurücklegen werden. Wegen des schweren Lithium-Ionen-Akkus bringt der Wagen ein Gewicht von 1.500 Kilogramm auf die Waage. Die Aufgabe des Partners EWE ist dabei, vor allem das Stromnetz mit dem E3 zu erforschen.
Der Energiekonzern EWE und Karmann haben sich bei dem E3 nicht nur auf den E-Antrieb, sondern auch auf die Entwicklung einer Informationstechnologie konzentriert. Diese wiederum soll vor allem den Datenaustausch zwischen dem Auto und den Ladestationen erlauben. Somit soll der E3 eine Ferndiagnose per GSM ermöglichen. Eines der Hauptziele bei der Entwicklung von Elektroautos ist vor allem die Kommunikation zwischen dem Wagen, dem Internet und Fahrer.
Momentan ist man bei Karmann und EWE noch damit beschäftigt ein System zu realisieren, mit dem man eine Abrechnung der Ladekosten völlig unabhängig vom Standort ermöglicht. Damit wäre der Fahrer des E3 nicht lokal gebunden, sondern kann die Akkus des Viersitzers jederzeit aufladen.
Nach jetzigen Informationen kann das Osnabrücker Unternehmen für die Batterie-Erforschung und der Informationstechnologie zum Datenaustausch auch mit einer Finanzspritze des Bundeswirtschaftsministeriums rechnen.
Über den Preis und genauere Einzelheiten des E3 wollte sich Karmann bislang nicht äußern. Es bleibt abzuwarten, ob das Projekt E3 erfolgreich wird und das traditionsreiche Unternehmen Karmann wieder in die schwarzen Zahlen befördert.
Wenn alles nach Plan läuft, sollen sechs bis acht Prototypen gebaut werden, die für Feldversuche genutzt werden und somit wichtige Erfahrungen für die Serienproduktion ergeben, die voraussichtlich im Jahr 2012 geplant ist.
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Der Chevrolet Volt ist der amerikanische Ableger des Opel Ampera und soll schon Ende dieses Jahres die Bänder verlassen und den kalifornischen Markt bedienen. Schon in den ersten Monaten will General Motors 4.000 bis 5.000 Volts bauen, im folgenden Jahr 2011 sollen dann zwischen 8.000 bis 10.000 Einheiten ausgeliefert werden. Je nachdem wie hoch der Ansturm auf den Volt sein wird, wäre der Hersteller bei voller Kapazität in der Lage rund 50.000 bis 60.000 Fahrzeuge im Jahr zu fertigen.
Das erste Vorserienmodell des Chevrolet ist bereits Ende März 2010 im US-Werk Hamtrack bei Detroit von den Bändern gerollt und diente dazu, sowohl den Fertigungsablauf als auch die Produktqualität genau unter die Lupe zu nehmen. Bislang steht noch nicht fest, wie hoch der Preis des Volt ist, Opel hat allerdings für den technisch baugleichen Ampera einen Preis von rund 37.000 Euro avisiert. Die mittlerweile noch extrem hohen Batteriekosten von rund 1000 Euro für eine Kilowattstunde Kapazität dürften einem geringeren Preis des Volt allerdings im Wege stehen. Trotzdem liegt das Elektroauto damit immer noch um einiges unter den Preisen der konkurrierenden Elektroautos, die momentan auf dem Markt zu haben sind oder in Kürze eingeführt werden.
Der Volt gehört zu den sogenannten “range extended vehicles”, beinhaltet also neben dem Elektromotor einen sogenannten Range Extender, um die Reichweite zu verlängern. Im rein elektrischen Betrieb soll der Volt somit rund 60 Kilometer fahren können, darüber hinaus fungiert der Verbrennungsmotor als Generator und erzeugt Strom für weitere 400 Kilometer. Obwohl die verbaute Lithium-Ionen-Batterie eine Kapazität von 16 kWh hat, wird davon nur rund die Hälfte benutzt, um die Haltbarkeit der Akkus zu erhöhen.
Da es bei Fahrzeugen mit einem Range Extender sehr schwierig ist Verbrauchsangaben zu machen hat General Motors bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass sich der Chevrolet Volt mit nur 1,02 Liter Benzin auf 100 Kilometer im Stadtverkehr begnügen soll, was einige Kritiker jedoch bezweifeln.
Nichts desto trotz sind die Betriebskosten deutlich billiger als bei einem reinen Benziner. Während ein gefahrener Kilometer im Chevrolet Volt nur rund zwei Cent kostet, schlägt er bei einem vergleichen Benziner mit einem Literpreis von 1,50 Euro mit zwölf Cent zu Buche. Wer somit im Jahr beispielsweise 20.000 Kilometer zurücklegt kommt auf eine Ersparnis von etwa 2000 Euro.
Um weiterhin mit der Konkurrenz mithalten zu können, sollte allerdings noch die Reichweite beim Volt sowie beim Ampera ein wenig ausgebaut werden.
Der französische Elektroautobauer Heuliez hat mit dem „ Mia“ auf dem vergangenen Autosalon in Genf einen neuen Mini-Van vorgestellt, der rein elektrisch unterwegs ist und bei dem der Leichtbau groß geschrieben wird.
Dass der Mia irgendwie an eine Art Miniatur-VW-Multivan erinnert ist kein Zufall, da der ehemalige VW-Designer Murat Günak auch bei diesem Projekt seine Finger im Spiel hatte. Während der Fahrer vorne auf einem Einzelsitz des nur 2,86 Meter langen Mia Platz nimmt befinden sich direkt dahinter zwei weitere Sitze für die anderen Insassen.
Ohne die innovativen Lithium-Phosphor-Akkus kommt das Fliegengewicht auf ein Gewicht von nur 550 Kilogramm und bringt es laut den Franzosen auf eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 110 Stundenkilometern km/h. Je nach Wunsch kann der Käufer zwischen drei Batterieversionen mit jeweils unterschiedlichen Reichweiten wählen, nämlich mit sechs, zwölf oder einer Speicherkapazität von 18 Kilowattstunden. Mit der kleinsten Batterie, die rund 70 Kilogramm auf die Waage bringt, kommt man auf eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometer.
Allerdings ist bei dem Mia nicht nur der variierbare Stromspeichers neu, sondern auch der Akku selbst. Hierbei kommen statt den üblichen Lithium-Ionen-, die sogenannten Lithium-Phosphat-Akkus zum Einsatz, die zwar nicht so viel Energie speichern können, was jedoch bei dem Leichtgewicht Mia aber auch gar nicht nötig ist. Der Vorteil dieser Akkus ist, dass es nicht wie bei den Lithium-Ionen-Akkus zu Hitzeproblemen kommen kann, weswegen die Ingenieure auf eine Kühlung verzichten konnten. Dies hat bei der Entwicklung wiederum maßgeblich die Komplexität sowie die Kosten verringert. Ein weiteres Plus der Lithium-Phosphat-Akkus ist sicherlich die geringe Ladezeit. An einer normalen Steckdose sind die Akkus in nur zwei Stunden wieder voll aufgeladen, was sicherlich ein enormes Plus ist.
Nachdem der Mia vor kurzem in Genf sein Debut feierte ist der Minivan praktisch serienreif und steht jetzt kurz vor seiner Markteinführung. Die französische Firma Heuliez will noch in diesem Jahr 1500 und im nächsten Jahr ganze 10.000 Mia-Modelle von den Bändern rollen lassen. Mittlerweile hat man anscheinend auch schon in Deutschland, Frankreich sowie Skandinavien gefunden und wird demnächst loslegen die Werbetrommel zu rühren. Für den Mia muss man nach bisherigen Angaben von Heuliez rund 15.000 Euro auf den Tisch legen, wobei im Preis auch ein Standard-Batteriesatz enthalten ist.
Das Elektroauto Cadillac Converj, ein viersitziges Cadillac-Coupé, wurde erstmals auf der Detroit Motor Show im vergangenen Jahr vorgestellt und sorgte dort für große Begeisterung.
Obwohl man die edle GM-Konzerntochter Cadillac in der Vergangenheit eigentlich nur mit großen und Sprit schluckenden Autos in Verbindung brachte, ist der Autobauer schon seit einiger Zeit auf den “Grünen Zweig” gekommen und will im Jahr 2012 sein neues Elektroauto Cadillac Converj auf dem Markt einführen. General Motors hat somit die Zeichen der Zeit erkannt und setzt auf Elektroautos.
Die Leistung des Elektromotors beträgt 120 Kilowatt und schickt bei Bedarf ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmeter an die Vorderräder. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Cadillac bei immerhin 161 km/h. Mit dem verbauten Bremsenergie-Rückgewinnungssystem wird zusätzliche Energie bei jedem Bremsvorgang wieder zurück in die Batterien gespeist. Den aktuellen Energiefluss hat dann der Fahrer jederzeit in einem Display auf dem Armaturenbrett im Auge.
Falls der Batterie der Saft ausgeht, schaltet sich automatisch der sogenannte “Flex Fuel”-Verbrennungsmotor hinzu, der vergleichbar wie ein Generator fungiert und damit die Reichweite um einige 100 Kilometer erhöht. Dank der innovativen Flex Fuel-Technik kann der Fahrer den Motor mit Bioethanol und Benzin betreiben.
Beim Design setzte Cadillac auf ihre typischen Erkennungsmerkmale wie die senkrechten Scheinwerfer und den V-förmigen Kühlergrill. Für eine höhere aerodynamische Effizienz wurde der Unterboden des Converj komplett verkleidet. Des Weiteren sucht man Außenspiegel bei dem Coupe vergeblich, diese sind durch kleine Kameras ersetzt worden, welche dem Fahrer auf einem Display einen perfekten Rundumblick liefern.
Im rein elektrischen Betrieb garantiert Cadillac eine Reichweite von 64 Kilometern, danach schaltet sich automatisch ein normaler Verbrennungsmotor als Generator hinzu, der die Akkus wieder auflädt. Natürlich kann der Fahrer die verbauten Lithium-Ionen-Batterien auch an jeder normalen Steckdose in acht Stunden wieder voll aufladen, bei einer Spannung von 240 Volt vergehen dagegen nur drei Stunden, bis die Akkus wieder voll sind. Daneben verfügt der Converj über ein regeneratives Bremssystem sowie ein mit Solarzellen bestücktes Panoramadach, welches zusätzlichen Strom liefert.
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Der neue Fisker Karma S wurde erst vor kurzem dem Publikum auf dem Genfer Autosalon gezeigt und erfreute sich dort großer Beliebtheit. Ein speziell entwickeltes Aluminium Space-Frame, welches das Fahrgestell des Karma bildet, verbindet eine extrem hohe Festigkeit und Steifigkeit. Dies wiederum verleiht der weltweit ersten Plug-in-Hybrid-Oberklassenlimousine mit Elektroantrieb erstaunliche Fahreigenschaften.
Den Space Frame haben die Ingenieure von Fisker Automotive um den Serienhybrid-Antriebsstrang namens Q-DRIVE herum entwickelt und schon beim Entwicklungsprozesses zahlreiche Patente eingereicht. Der Q-DRIVE besteht im wesentlichen aus einem 2,0 Liter-Turbolader-Motor, einem Lithium-Ionen-Akku und der 403 PS starken Antriebseinheit im Heck des Karma. Mit einer vollen Batterieladung kommt der Karma rein elektrisch 50 Meilen weit und beschleunigt in 5,8 Sekunden von 0 auf 60 Meilen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt das Unternehmen mit 125 Meilen pro Stunde an. Durch den Verbrennungsmotor, der bei Bedarf Strom produziert verlängert die Reichweite auf rund 300 Kilometer.
Bei der Entwicklung des Karma Aluminium Space Frame wurde darauf geachtet, dass eine extrem hohe Torsionssteifigkeit anliegt und das Space Frame im Hinblick auf andere Modellvarianten leicht veränderbar sein sollte.
Das Rückgrat des Karma stellt die speziell konstruierte Mittelkonsole dar, welche zentral durch den ganzen Wagen verläuft. Sie übernimmt auch die Funktion der Torsionswelle, die Front- und Hecksektionen des Karma miteinander verbindet. Heraus kam ein industriell führender Space Frame, welcher eine ausreichende Basis in allen Belangen für den neuen Karma bildet.
Der Innenraum ist aus edlem Leder, Aluminium und Holz ausgestattet und sorgt für Clubatmosphäre. Auf Wunsch kann vom Kunden allerdings auch eine Öko-Variante gewählt werden, bei der dann nur Holz von abgestorbenen Bäumen sowie Textilien verwendet wird.
Auch bei der Sicherheit sorgt der Karma für sehr gute Resultate und übertrifft schon jetzt die weltweiten Schutz- und Crashstandards. Mit einem patentierten Frontalaufprallschutz in Kombination mit einer mehrfach gehärteten Aluminium-Stauchbox wird die Aufprallenergie bei einem Unfall von den Insassen abgelenkt.
Verstärkte Komponenten aus dem sogenannten Dualphasenstahl in den B-Säulen und Türen garantieren daneben einen umfassenden Seitenaufprallschutz.
Die viertürige Limousine kommt auf eine Länge von 4,99 Meter, eine Breite von 1,98 Meter und erreicht eine Höhe von nur 1,33 Meter. Verantwortlich für das Design des Karma war der Firmengründer Henrik Fisker, der schon Modelle für Aston Martin, Jaguar und Ford gezeichnet hat.
Wenn weiterhin alles nach Plan läuft soll bis zum Jahr 2012 soll auf die Viertürer-Version des Karma zwei Varianten sowie eine zweite günstigere Linie folgen, welche dann in einer Großserie anlaufen könnte.
Während für die meisten Autohersteller Elektroautos noch Zukunftsmusik ist und sie nur mit diversen Studien aufwarten können, hat der französische Autobauer Renault die künftige Serienversion des Renault Fluence Z.E. vorgestellt. Somit liegen die Franzosen mit ihren Plänen zur Elektromobilität genau im Zeitplan, da schließlich im nächsten Jahr die ersten Elektroautos in ausgewählten Märkten verkauft werden sollen.
Mit einer Länge von 4,75 Metern ist die stattliche Limousine Renault Fluence Z.E. 13 Zentimeter länger als das Schwestermodell mit dem Verbrennungsmotor. Dies ließ sich jedoch nicht vermeiden, da man den Platz hinter den Rücksitzen für den auswechselbaren Batterieblock benötigte, ohne aber die Platzverhältnisse für die Fond-Passagiere zu verringern.
Der Kunde kann den viertürigen Stromer in der Farbe Energieblau und blau schimmernder Renault Rhombe ordern. Außer an dem fehlenden Motorgeräusch ist der Fluence Z.E. auch an den neu geformten Lufteinlässen und Heckleuchten zu erkennen. Im Innenraum fällt dem Fahrer sofort der fehlende Drehzahlmesser auf, der bei der Limousine durch ein Display mit diversen Informationen zum Elektroantrieb ersetzt wurde.
Unter der Haube des Fluence Z.E. kommt ein Synchronmotor zum Einsatz, der 95 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 226 Newtonmetern entfaltet. Der hochmoderne und auswechselbare 250 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akku verfügt über eine Kapazität von 22 kWh und ist platzsparend hinter den Fondsitzen verbaut.
Mit voll aufgeladenen Batterien kommt der Fluence Z.E. auf eine maximale Reichweite auf bis zu 160 Kilometer, wozu allerdings auch die Rückgewinnung der Bremsenergie seinen Beitrag leistet. Wegen der doch nicht allzu großen Reichweiten ist der Stromer für längere Fahrten noch nicht geeignet. Für Pendler, die täglich zur Arbeit in Ballungsräumen fahren, ist er aber mit Sicherheit eine gute Alternative zum Benziner oder Selbstzünder.
Beim Laden bietet der Fluence Z.E. verschiedene Möglichkeiten, egal ob Standardladung, Schnellladung oder dem blitzschnellen Wechsel des ganzen Akku. An einer normalen Haushaltssteckdose ist die Batterie innerhalb von sechs bis acht Stunden wieder voll aufgeladen, was ideal für Autofahrer mit einer Garage oder einem Stellplatz ist. An einer 400-Volt-Drei-Phasen-Kraftstrom¬steckdose mit 32 bis 63 Ampere Ladestrom geht es natürlich noch schneller, hier vergehen per Schnellladung nur rund 30 Minuten bis der Akku voll ist. Das sogenannte Quickdrop-System, welches den Wechsel der Batterie innerhalb von nur drei Minuten ermöglicht, ist die schnellste Methode um mit seinem Fluence Z.E. wieder loszufahren.
Das im nächsten Jahr erscheinende Serienmodell wird mit Sicherheit ebenso erschwinglich sein wie die meisten anderen Modelle der Franzosen.
Auch Smart wird in Sachen Elektroantrieb konkret. Schon ab Mitte November 2009 läuft der kleine Elektroflitzer Smart Fortwo Electric Drive in Hambach vom Band. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der Elektro-Zwerg der bereits zweiten Generation mit einer modernen Lithium-Ionen-Batterie ausgerüstet, welche platzsparend zwischen den Achsen untergebracht wurde.
Nach dem Start der Serienproduktion des Smart Fortwo Electric Drive sind bereits 1.000 Fahrzeuge produziert worden, die schon Ende vergangenen Jahres an ausgewählte Kunden ausgeliefert wurden. Sie wurden vorerst in wichtigen Metropolen Europas und in den USA im Rahmen von diversen Mobilitätsprojekten in Kundenhand übergeben, um Rückmeldungen aus dem Einsatz unter den realen Alltagsbedingungen zu erhalten.
Ab dem Jahr 2012 wird der Elektro-Smart dann Teil des ganz normalen Produktprogramms von Smart sein und in Großserie gehen. Auch der Vertrieb des Fortwo Electric soll ganz normal über die Smart-Center erfolgen. Alleine wegen der Fertigung des umweltfreundlichen Stadtflitzers hat Daimler am Standort Hambach bereits einen zweistelligen Millionen Betrag investiert.
Um den Antrieb kümmert sich in dem Elektro-Smart ein 30 Kilowatt starker Elektromotor im Heck, der ein Drehmoment von 120 Newtonmetern bereitstellt, womit der Sprint auf Tempo 60 in nur 6,5 Sekunden vergehen soll. Smart hat die Höchstgeschwindigkeit des Fortwo Electric Drive auf 100 km/h begrenzt.
Mit einer vollen Batteriefüllung beträgt die Reichweite immerhin 115 Kilometer. Die neu entwickelten Lithium-Ionen-Batterien kommen vom US-Hersteller Tesla und verfügten über eine Kapazität von 14 kWh. Aufgeladen werden sie an einer normalen 220 Volt-Steckdose, wobei dafür rund acht Stunden vergehen. Für eine Fahrstrecke von 30 bis 40 Kilometer ist allerdings eine Ladezeit von drei Stunden ausreichend sein.
Wegen der Leistungscharakteristik des Elektromotors kommt der kleine Elektroflitzer mit nur einer einzigen Getriebeübersetzung aus, womit das Schalten der Vergangenheit angehört. Wenn man Rückwärts fahren will ändert sich lediglich die Drehrichtung des Motors.
Zum Preis hat Smart bislang noch keine Angaben gemacht, jedoch dürfte er nicht viel höher sein als der auf dem Niveau der Konkurrenz.
Die amerikanische Automanufaktur Aptera will ihren neuen Aptera 2e, der Gene eines Ufos aufweist und mit nur drei Rädern unterwegs ist, bereits Ende dieses Jahres auf den Markt bringen. Das Ziel der Entwickler war mit möglichst kleinem Energieaufwand möglichst weit zu fahren. Der Name Aptera stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie “ohne Flügel”. Die Form ist absolut aerodynamisch und gleicht der Silhouette eines Vogels mit dem Ziel des geringsten Luftwiderstands.
Die Idee des Ampera entstand vom Mitbegründer Steve Fambro und dem Bootsbauer Chris Anthony, aus der dann schnell ein konkretes und durchdachtes Projekt wurde. Dank seiner Erfahrungen im Bootsbau konstruierte Anthony für das Dreirad dann eine extrem leichte und trotzdem stabile Karosserie.
Diese wurde mehrfach strömungsoptimiert, womit der Aptera 2e bei einer Geschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern im Vergleich zu einem normalen Auto rund 50 Prozent weniger Energie benötigt, um den entsprechenden Luftwiderstand zu überwinden. Die äußere Haut ist aus einem mit Ölhärz gemischten Schaum gefertigt, dessen Material härter als Stahl sein soll und daneben extrem leicht ist. Je nach Ausstattung soll der Aptera am Ende nur zwischen 680 und 907 Kilogramm wiegen.
Der Aptera 2e ist mit einer Länge von 4,39 Metern fast so groß wie ein Toyota Prius, allerdings auch nur 1,35 Meter hoch. Mit einer Breite von 2,31 Metern fällt er jedoch für die europäischen Straßen äußerst groß aus.
Um den Antrieb kümmert sich beim Aptera 2e ein Elektromotor der Firma Borg Warner, der wiederum von modernen Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 13 kWh mit Strom versorgt wird. Ein Drehmoment von immerhin 149 Newtonmeter sorgt dafür, dass der Aptera in rund zehn Sekunden von Null auf Tempo 100 spurtet. Die Höchstgeschwindigkeit wurde zur Sicherheit auf 145 km/h begrenzt.
Nach Auskunft von Aptera soll der e2 mit einer Akkuladung rund 200 Kilometer weit fahren können, womit das Dreirad im Durchschnitt auf einen Spritverbrauch von nur 1,18 Liter auf 100 Kilometern kommen würde.
Zur Sicherheitsausstattung des Zweisitzers zählen unter anderem vier Airbags und diverse Assistenzsysteme. Der Aufladevorgang für den Aptera e2 soll an einer normalen US-Steckdose mit 110 Volt rund acht Stunden dauern. Mit der Spannung von 220 Volt, wie sie in den meisten europäischen Ländern anliegt, dürfte die Ladezeit auf rund drei Stunden verkürzt werden. Dank eines sogenannten Bremsenergierückgewinnungssystems erzeugt der Aptera daneben rund 30 Prozent seiner benötigten Energie beim Bremsvorgang.
Den e2 will Aptera seinen Kunden ab nächstem Jahr vorerst nur im US-Bundesstaat Kalifornien anbieten. Schritt für Schritt will das Unternehmen dann weitere Servicecenter in anderen US-Bundesstaaten aufbauen, um auch die Wartung des Elektro-Dreirads zu gewährleisten.
Preislich startet der Aptera e2 bei 25.000 US-Dollar, mit der Topausstattung kommt man allerdings auf einen Preis von 45.000 Dollar. Zukünftig will das kleine Unternehmen vor allem auf dem boomenden chinesischen Markt angreifen, wo Aptera momentan Partner sucht. Nach Auskunft der beiden Firmengründer soll auch schon bald nach dem Marktstart ein viertüriger Aptera folgen.
Nachdem es lange Zeit nur Ankündigungen gab und sich Renault beim Thema Elektromobilität lange zurückhielt, startet der französische Autobauer jetzt mit einem Paukenschlag. Neben dem Fluence Z.E. wird bereits im nächsten Jahr auch der Mini-Kastenwagen Kangoo Be Bop Z.E. auf dem Markt eingeführt, der anfangs für die Post und ausgewählte Kurierdienste bestimmt ist. Mit dem absolut emissionsfreien Betrieb eignet sich der Kangoo Be Bop Z.E. ideal für den Einsatz in Ballungsgebieten.
Der moderne Elektromotor leistet 44 Kilowatt, was in etwa 60 PS entspricht und erzeugt ein sattes Drehmoment von 190 Newtonmeter. Den Strom bezieht er aus der 250 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterie, die eine Kapazität von 15 KWh besitzt. Da die Akkus platzsparend im Fahrzeugboden verbaut wurden, bleiben alle vier Sitzplätze sowie der Kofferraum erhalten.
Renault garantiert seinen Kunden bei dem elektrischen Kangoo eine Reichweite von 100 Kilometern, pünktlich zur Markteinführung sollen es sogar 160 Kilometer sein. Der City-Flitzer kann über einen integrierten Kabelanschluss mittels eines Schnellladeverfahren und 400 Volt Spannung in nur 30 Minuten bis zu 80 Prozent wieder aufgeladen werden. An der normalen Steckdose vergehen rund sechs bis acht Stunden, womit man die Batterien bequem über Nacht oder auch während der Arbeitszeit aufladen kann.
Wegen den 15 kWh-Lithium-Ionen-Akkus tritt auch der gefürchtete Memory-Effekt beim Kangoo Be Bop nicht auf, der bei einem unvollständigen Ladevorgang zu einem Rückgang der Gesamtkapazität führen würde. Renault verspricht für die hochmoderne Batterie einen langen Lebenszyklus von mindestens sechs Jahren.
Dank des 90 prozentigen Wirkungsgrades ist der Elektromotor besonders umweltfreundlich und weist eine nahezu perfekte Energiebilanz auf. Mit Hilfe einer konstanten Untersetzung kann daneben auch auf ein konventionelles Getriebe verzichtet werden, was wiederum Gewicht, Kosten und Platz spart.
Die verblendeten Felgen des Kangoo Be Bop reduzieren zudem den Luftwiderstand und die Scheinwerfer sparen kostbare Energie durch den Einsatz von besonders energieeffizienten Leuchtdioden.
Wenn weiterhin alles nach Plan läuft kann man sich voraussichtlich ab 2011 im Rahmen einer Probefahrt von dem Zero-Emission-Fahrzeug überzeugen.
Seine Weltpremiere feierte das Elektroauto Hyundai i10 electric bereits200 auf der IAA in Frankfurt 2009 und schon in diesem Jahr wollen die Koreaner ihren sauberen Stadtflitzer auf dem heimischen Markt in einer Kleinserie produzieren. Der Hyundai i10 ist schon seit einiger Zeit eines der erfolgreichsten Modelle von Hyundai und deshalb benutzte man ihn auch für die Elektro-Variante.
Vorwärts geht es bei dem i10 electric mit einem 49 Kilowatt starken Elektromotor, der es immerhin auf eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer bringt. Für den Sprint auf Tempo 100 vergehen bei dem neuen Elektroauto, welches mit einem stufenlosen Automatikgetriebe ausgerüstet ist, rund 15,0 Sekunden.
Als Energiespeicher dienen bei dem kleinen Koreaner die modernsten Lithium-Ionen-Polymer-Batterien, die sich problemlos an jeder haushaltsüblichen Steckdose mit 220 Volt in lediglich fünf Stunden aufladen lassen. Damit kann der Fahrer dann im Durchschnitt eine Distanz von 130 Kilometer zurücklegen.
Wie bei einigen anderen Elektroautos, die kurz vor der Markteinführung stehen oder gerade erprobt werden, können die Akkus auch schon innerhalb von nur 15 Minuten in einem speziellen Schnelllade-Modus mit 85 Prozent der möglichen Energie betankt werden.
Eine Neuheit bei dem Elektroauto i10 electric ist auch die innovative elektronische Lenkung ohne eine mechanische Verbindung zwischen dem Lenkrad und der Vorderachse, was im Fachjargon auch “steer-by-wire” genannt wird. Diese Art von Lenkung vermindert unter anderem die Verletzungsgefahr für den Fahrer bei einem Aufprall und kompensiert auch automatisch den Einfluss von Seitenwind oder Spurrillen.
Obwohl Hyundai von dem i10 electric im Laufe dieses Jahres nur eine Kleinserie fertigt, ist davon auszugehen, dass die Koreaner auch andere Modelle ihrer Flotte mit dem alternativen Antrieb ausrüsten und in Zukunft gegen die asiatische und europäische Konkurrenz antreten lassen. Vor allem auf dem boomenden indischen Automarkt will Hyundai mit seinem i10 electric ganz vorne mitmischen und hat deshalb bei der vergangenen Autoshow in Neu Delhi das Elektroauto gleich mit im Gepäck gehabt.
Bislang machte der Konzern keinerlei Angaben über genaue technische Details sowie den Preis des Elektro-Stadtflitzers.